Gartenvögel Wintergoldhähnchen Grünspecht Spatz Spatz Star

Thema der Woche 5

Gartenvögel

Veranstaltungskalender

Ein Open-Air-Konzert

Open-Air-Konzert ohne Ticket und ohne Reservierung! Spitzen Sie einfach die Ohren, und verhalten Sie sich ruhig. Schon bald lässt der Zaunkönig seinen lebhaften und melodiösen Gesang ertönen. Die Amsel antwortet auf sein Trillern mit Flöten, der Baumläufer verkündet sein „Ti, Tit, ich bin hier'“, und die Singdrossel erweist sich mit ihrem hübschen, flötenden Gesang ihres Namens würdig. Oftmals stimmen auch die Meisen mit ihrem Zwitschern in das Konzert ein. Auch das Rotkehlchen beginnt mit kurzen Trillern und kurzen Rufen verhalten zu zwitschern. Wenn Sie nicht applaudieren, hält das zauberhafte Spektakel bis zum Abend an. Die Komposition des Orchesters ändert sich selbstverständlich je nach Jahreszeit, Vegetation und der Region, in der Sie sich befinden.

 

Unterschiedliche Vorlieben

Auch kleine Gärten sind ein idealer Ort für Vögel. Wiesen, Bäume und Sträucher, idealerweise ein paar Obstbäume und ein kleiner Teich, bieten den Gartenvögeln alles, was diese mögen, und dazu gehört–aus sicherer Entfernung – auch Gesellschaft! Man findet nicht selten Dutzende unterschiedliche Arten in einem Garten, von denen jede ihr eigenes bevorzugtes Territorium hat. Die gefleckte Mistdrossel und die Amsel verschmähen die Beeren an den Sträuchern nicht, erkunden aber oftmals auf der Suche nach Würmern auch die Wiese. Die Singdrossel bevorzugt Schnecken als Spezialität, deren Gehäuse sie auf einem Stein zerschmettert. Diese drei treffen auf dem Boden häufig das Rotkehlchen, das sich von den anderen durch seine orangefarbige Brust unterscheidet. Mit ein wenig Glück entdecken Sie dort auch einen Grünspecht, der sich ein paar Ameisen schmecken lässt. Die scheue Grasmücke und der Baumläufer dagegen halten sich lieber in den Bäumen auf. Die überaus zänkischen Meisen teilen ihre Mahlzeiten nicht gerne mit der Familie. Wenn Sie also eine Blaumeise dabei beobachten, wie diese nach Insektenlarven und -eiern sucht, wird sie dabei sicherlich von anderen konkurrierenden Meisen verfolgt, darunter Schwanzmeise, Sumpfmeise oder Haubenmeise.

 

Jeder auf seine Art

Jede Art schafft sich ihre eigene, spezielle Behausung. Der Zaunkönig baut sein Nest häufig in Baumwurzeln oder in Kletterpflanzen wie dem Efeu. Der hübsche Grünfink ist olivgrün und gelb. Auch er baut sein großes Nest aus trockenen Halmen und verwobenem Moos mit Reisern. Die Meisen hingegen bevorzugen eher Hohlräume. Eine Ausnahme bildet hier die Schwanzmeise, die als Baumeisterin über ganz besondere Fähigkeiten verfügt und eiförmig geschlossene Nester in Bäumen oder Sträuchern baut. In den Hecken lebt sie zuweilen in enger Nachbarschaft mit der Amsel, die zu Beginn des Winters auf Partnersuche geht. Unmittelbar nach Ende der Frostperiode transportiert das Amselmännchen das Nistmaterial herbei, während das Weibchen das Nest baut. Ab Januar sind die Grünspechte paarweise zur Erkundung der Gärten unterwegs und suchen nach einem Baum mit weichem Holz, in den sie ihr Nest bauen können. Die Schwalbe sucht nach ihrer Rückkehr bevorzugt nach Ställen oder Scheunen, um dort ihr Nest aus Reisig und getrocknetem Schlamm zu bauen. Im Frühjahr bringt diese eigene kleine Welt Leben in ihren Garten!