Fische der Region Wallonien Barsch Bitterling Aal Brachse Karausche Groppe Stichling Rotauge Kaulbarsch

Thema der Woche 10

Fische der Region Wallonien

Veranstaltungskalender

Den Mund voll Wasser

Mit 12.000 verzeichneten Wasserläufen und 8.000 Weihern sowie einem Dutzend großer Seen ist die Region Wallonien recht fischreich. Auch die örtlichen Spezialitäten wie der marinierte Fisch aus Chimay oder die Lachsforelle aus Virton zeugen davon. Nicht weniger als 50 Sorten teilen sich die Gewässer in Wallonien, angefangen bei dem kleinen Bach an der Quelle bis zur Mündung des Flusses, vorbei an den ruhigen Wassern und den jeweiligen Lieblingsplätzen.

 

Das fließende Wasser des Baches

Die Forelle ist die Königin im Königreich der fließenden Wasser. Sie bevorzugt den Aufenthalt an tiefen Stellen hinter einem Wasserfall. Das Wasser ist dort kalt und reich an Sauerstoff. Vegetation ist dort kaum vorhanden. Wie auch immer, die Forelle und ihre Gefährten – die Groppe, die Bachschmerle oder das Neunauge – bevorzugen Böden voller Kies und Steine, um dort ihre Eier nach der Befruchtung abzulegen. Auch der Flusskrebs bevorzugt diese Umgebung, obwohl man ihn in den lebhaften Wassern entlang des ganzen Flusses findet.

 

Im Schatten

Hinter dem Reich der Forelle schwellt der Bach an und wird zum kleinen Fluss. Im Verlauf weichen die schnellen Ströme dem langsameren Wasserlauf, und das Wasser ist weniger kalt. Hier tummeln sich die Schattenwesen, die in Gruppen leben und sich das Territorium mit der Elritze teilen, die man in früheren Zeiten auch mit der Flasche gefangen hat. Der Döbel und der Hasel sind weniger beliebt, da die Feinschmecker ihr Fleisch voller Gräten wenig mögen. Falls der Atlantische Lachs eines Tages wieder in unsere Gewässer gelangt, wird er hierher kommen um zu laichen.

 

Im kalten Wasser

Etwas weiter liegen die Temperaturen im Sommer über 20 °C. Hier bahnt sich die Barbe, die bis zu einem Meter lang werden kann, ihren Weg. Hier findet man oftmals auch den Gründling, der gerne geangelt wird, sowie das Rotauge, bei dem es sich um die am weitesten verbreitete Art handelt, die ihre klebrigen Eier auf Steinen oder in Pflanzenbestände legt.

 

Ein Fischteich in ruhigen Gewässern

Auch in den langsam strömenden Gewässern haben zahlreiche Fische der Region Wallonien ihren Lebensraum gewählt: die Schleie mit ihren kurzen Barteln am Maul, die Brasse mit ihrem vorstülpbaren Maul oder der kleinen Stichling mit seinen drei Stacheln auf dem Rücken, aber auch der Ukelei oder der Bitterling. Der Aal stammt eigentlich aus der Sargassosee, gelangt aber über den Atlantik bis zu uns, um hier in Ruhe zu wachsen. Es bleiben noch die gefährlichen Raubfische – Zander, Barsch und der schreckliche Hecht –, deren Anwesenheit eine Überpopulation verhindert.